Interview mit Food Compass

Ich stelle euch nun mein Interview vor einigen Wochen mit Julian aus Berlin von Food Compass vor.

Interview mit Food Compass

Hochzeitsfotos – Worauf ihr achten solltet 

Der schönste Tag im Leben wird ohne Bilder und Videos festgehalten? Das kann man sich nicht vorstellen. Selbst in Las Vegas bei Spontanhochzeiten ist ein Hochzeitsfotograf in den unzähligen Paketversionen vor Ort.

Daher möchten wir euch einige Tipps mitgeben und zwar von einer, die es wissen sollte!

Maria Brussig (28) von Lensofbeauty ist Hochzeitsfotografin in Berlin und in ganz Deutschland unterwegs.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Ich kam über Umwege zur Fotografie. Meine erste Kamera bekam ich mit 6 oder 7 Jahren. Es war eine kleine knallpinke analoge Kamera und ich erinnere mich, dass meine Mama ständig zum Entwickeln in die Drogeriemärkte gegangen ist. Zuerst mussten meine Diddlmäuse und meine Babyborn als Model herhalten. Später mit hochwertigerer Kamera fanden Fotoshootings in meinem Kinderzimmer mit allen meinen Freundinnen statt. Eigentlich war klar, was ich werden wollte. Doch ich zweifelte daran, mit der Kunst erfolgreich zu werden, da mir äußere Einflüsse einen Floh ins Ohr setzten. Ich entschied mich für einen Studiengang, der sich mit Dingen befasste, die mich nun gar nicht interessierten. Und dann entschied auch endlich mein Herz und MEIN Verstand. Ich machte eine Ausbildung zur Fotografin.

Was macht für dich den Reiz „Hochzeitsfotograf Berlin“ aus?

Das ist eigentlich ganz einfach zu beantworten. Die Liebe, das Glück, die Fröhlichkeit. Ich wählte einen Job, indem die Kunden den ganzen Tag glücklich und emotional sind. Es soll der schönste Tag im Leben der Paare sein und ich halte diese Erinnerungen einfach nur fotografisch fest. Ich habe keinen Tag, an dem Kunden traurig, nicht ausgefüllt oder unglücklich sind. Es ist deren Hochzeit und alles dreht sich um die Liebe.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Mein Stil ist leicht, echt, emotional. Ich habe viele Vintage Hochzeiten und fotografiere ausschließlich Reportagen. Das heißt, ich fange so gut es geht alle witzigen und rührenden Momente ein und mische mich unter die Gäste. Je unauffälliger man am Tag der Hochzeit ist, desto ungestellter werden die Fotos.

Worauf sollten Brautpaare achten?

So eine Hochzeit erfordert schon einen kühlen Kopf, daher ist eine ausführliche Planung eine Menge wert. Schließlich strapaziert nicht nur das Hochzeitskleid den Geldbeutel. Ich empfehle dem Brautpaar immer, die Aufgaben zu verteilen. Das erspart eine Menge Stress. Zur Vorbereitung ist es im jeden Fall wichtig zu wissen:

  • Wann findet die Hochzeit statt? 
  • Standesamt oder Kirche?
  • Welche Locations gibt es rund um die Hochzeit?
  • Wie viel Gäste werden erwartet? 
  • Buffet oder Menü?
  • Wer soll die Fotos für die Hochzeit machen? 
  • Freund, Bekannter oder doch ein Hochzeitsfotograf?
  • Gibt es einen Zeitplan/ Ablaufplan für die Bilder?

Sofern ihr euch für einen professionellen Hochzeitsfotografen entscheidet, ist ein Treffen zwischen dem Brautpaar und dem Fotografen das A und O. In einem ungezwungenen persönlichen Gespräch kann man herausfinden, ob die Chemie stimmt. Schließlich vertrauen sich Hochzeitspaar und Fotograf am großen Tag blind. 

Es empfiehlt sich, vor dem Treffen eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Fragen zu machen:

  • Was stelle ich mir als Brautpaar vor?
  • In welchem Stil findet die Hochzeit statt?
  • Ist dem Fotografen die Location bekannt?
  • Was ist im Angebot enthalten?
  • Wie sind die Fahrtkosten geregelt?
  • Welche Kosten fallen bei einer Stornierung an?
  • Wie ist der Fotograf aufgestellt? Mehrere Akkus und Speicherkarten?
  • Was passiert, wenn der Fotograf an dem Tag der Hochzeit ausfällt?
  • Gruppenfotos? Nur Brautpaarbilder?
  • Wann wäre ein guter Zeitpunkt für den Hochzeitsfotografen die Bilder zu  schießen?
  • Wie viel Zeit benötigt der Fotograf?
  • Wann erhält das Brautpaar die Fotos und ist die Bearbeitung inklusive?

Sollten im Anschluss an das Gespräch weitere Fragen ungeklärt sein, stehe ich euch natürlich per Telefon oder E-Mail zur Seite.

Wie weit im Voraus muss man dich als Hochzeitsfotograf buchen?

Es ist ganz unterschiedlich. In der Regel gilt immer, wer zuerst kommt, malt zu erst. Ich habe Paare, die mich über anderthalb Jahre im Voraus buchen. Wenn man den Sommer für die Heirat wählt, sollte man sich allerdings schon ab Oktober einmal Gedanken machen und Anfragen rausschicken.

Wie bereitest du dich als Fotografin auf die Hochzeit vor?

Um optimal als Hochzeitsfotograf vorbereitet zu sein, betreibe ich Sport und ernähre mich gesund. Da ich viel in Deutschland unterwegs bin, ist es mir wichtig bei bestimmten Dingen Zeit zu sparen, die mich ansonsten aufhalten. Deshalb ist es eine große Erleichterung, meinen Einkauf online bestellen zu können. Mit einem ausgiebigen Frühstück beginne ich meinen Tag und habe mehr Zeit, um all eure Wünsche umzusetzen, die ich während des Treffens von euch erhalten habe. Mit mehreren Akkus, Speicherkarten und einer Ersatzkamera bin ich dann gut vorbereitet, um die schönsten Motive und Momente eurer Hochzeit festzuhalten. 

Was war für dich die schönste Hochzeit, die du erlebt hast?

Jede Hochzeit ist individuell. Mit manchen Gästen feiere ich mit, mit anderen unterhalte ich mich über Gott und die Welt. Letztes Jahr konnte ich als Fotograf meine Tränen nicht mehr stoppen, da mich die Stimmung in der Kirche so mitgerissen hat. Manchmal gibt es Kinder, die mich unterhalten und mein Herz erfüllen. Aber es gibt nicht nur die eine, jede Hochzeit ist für sich im Einzelnen die Schönste.

Da bekommt man gleich Lust, dich zu engagieren. Wir bedanken uns für das freundliche Gespräch und wünschen dir weiterhin viel Erfolg!